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Schüler auf einen nachhaltigeren Arbeitsmarkt vorbereiten

von Bett
Schüler auf einen nachhaltigeren Arbeitsmarkt vorbereiten

Die Welt, in der wir heute leben, steht vor zahlreichen Krisen: wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und ökologischen. Es ist schwer vorherzusagen, wie die Zukunft der Arbeit für Studierende in fünf, zehn oder 15 Jahren aussehen wird.

Doch es gibt einen Trend, bei dem sich die Experten sicher sind: Wir brauchen mehr Arbeitskräfte mit ökologischen Kompetenzen.

Die Umbrüche, die andere Branchen erschüttern, treiben die Schaffung grüner Arbeitsplätze voran. Als Pädagogen haben wir die einzigartige Chance, Schüler mit den Werkzeugen und dem Wissen auszustatten, die sie für den Erfolg benötigen.

Die große Lücke bei den grünen Qualifikationen

Es gibt verschiedene Definitionendafür, was genau ein „grüner Job“ ist. Allgemein gesagt ist ein grüner Job eine Beschäftigung, die zum Schutz oder zur Wiederherstellung der Umwelt, zur Nachhaltigkeit oder zum allgemeinen Wohlergehen unseres Planeten beiträgt. Die Chancen für junge Menschen, die das Talent für diese Aufgaben mitbringen, sind immens, doch vielen entgeht die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu verfeinern.

54 % der Lernenden gaben im Jahr 2021 an, dass sie nicht glauben, über die erforderlichen Fähigkeiten für einen grünen Beruf zu verfügen, und dass nicht genug getan werde, um sie darauf vorzubereiten. Eine weitere Umfrage ergab, dass rund 68 % der Kinder angaben, sich einen Beruf zu wünschen, der der Umwelt hilft,aber 71 % sagten, sie wüssten nicht genug über ökologische Berufe.

Wie können Pädagogen diese Lücke schließen?

Die Aufnahme spezieller Kurse oder Unterrichtseinheiten zu „grünen Kompetenzen“ in den Lehrplan ist möglicherweise nicht die beste Lösung: Schüler aller Lernstufen sind heutzutage mit einem überladenen Lehrplan überfordert, und ihreLehrer arbeiten länger als je zuvor. Mit kreativem Denken können Pädagogen „grüne Kompetenzen“ jedoch in ihren Unterricht, ihre Klassenräume und ihre Praxis einbinden.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie Pädagogen ihre Schüler auf eine nachhaltigere Zukunft vorbereiten können:

1. Kurzfristig: Umweltbewusstsein in den Alltag integrieren

Um den Lernenden vom ersten Tag an gute Gewohnheiten zu vermitteln, bringen Sie Plakate an und platzieren Sie Hinweisschilder, die die Schüler an den Ressourcenverbrauch durch Glühbirnen, Klimaanlagen, Wasser oder im Leerlauf laufende Computer erinnern. Stellen Sie einen Recyclingbehälter ins Klassenzimmer und ermutigen Sie die Schüler, Plastik, Papier und Abfall getrennt zu entsorgen. Richten Sie für jüngere Lernende einen Fensterbankgarten ein und zeigen Sie, wie Kompost wiederverwendet werden kann, um Pflanzen zu düngen und zum Wachsen zu bringen.

Ermutigen Sie ältere Schüler dazu, einfache Berechnungen zu ihrem CO₂-Fußabdruck durchzuführen. Die Einbeziehung aktueller Beispiele für Lösungen im Bereich des Klimawandels in den naturwissenschaftlichen Unterricht kann dazu beitragen, eine lösungsorientierte Denkweise zu entwickeln und die Lernenden mit den neuesten Innovationen in den Bereichen naturbasierte Lösungen, Energiewende und Biotechnologie vertraut zu machen.

2. Mittelfristig: Die enormen Möglichkeiten einer grünen Karriere aufzeigen

Für viele Studierende weckt der Begriff „grüner Beruf“ Bilder von Naturschützern, die auf Feldern oder in Feuchtgebieten arbeiten, um die Tierwelt zu erhalten. Die Realität ist jedoch viel vielfältiger.

Grüne Arbeitsplätze erstrecken sich über verschiedene Branchen und Fachgebiete. Manche Umweltexperten arbeiten ausschließlich im Labor, andere draußen in der Praxis – an Universitäten, wo sie bahnbrechende Forschung betreiben, in gemeinnützigen Organisationen (NGOs), die sich für Veränderungen einsetzen, im Parlament, wo sie grüne Politik gestalten, oder in der Automobilindustrie, wo sie Elektrofahrzeuge entwickeln.

Grüne Berufe sollten bei Karrieremessen und in der Berufsberatung eine herausragende Rolle spielen. Die „Green Careers Week“kann ein Sprungbrett für Pädagogen sein, die Schüler bei der Erkundung von Berufsfeldern unterstützen möchten – mit Beispielen von Organisationen, die bei der Präsentation und Rekrutierung von Fachkräften mit grünen Kompetenzen eine Vorreiterrolle einnehmen.

3. Langfristig: Reform der Schulpolitik

Bei der Bildung geht es ebenso sehr darum, etwas zu zeigen wie darum, etwas zu erzählen. Indem sie in die Anpassung an den Klimawandel investieren und den Schülern und Studenten aus erster Hand zeigen, was grüne Innovationen bewirken können, können Schulen und Hochschulen mit gutem Beispiel vorangehen.

Bildungseinrichtungen können durch eine Kombination aus bewährten Verfahren und neuer Infrastruktur energieeffiziente Einrichtungenschaffen. Dazu gehören beispielsweise die Einschränkung des Einsatzes von Klimaanlagen, die Auswahl energieeffizienter Geräte, die Optimierung von Heiz- und Kühlsystemen sowie die Installation von Bewegungsmelder-Beleuchtung. Darüber hinaus können Fachbereiche in erneuerbare Energiequellen wie Solaranlagen oder Windkraftanlagen investieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Schulen und Universitäten können Richtlinien für eine nachhaltige Beschaffung einführen, um den Kauf von Produkten und Dienstleistungen mit minimalen Umweltauswirkungen zu priorisieren. Dazu gehören beispielsweise die Beschaffung von Büromaterial bei umweltfreundlichen Anbietern, die Auswahl von Möbeln aus nachhaltigen Materialien sowie die Verwendung von Reinigungsmitteln, die ungiftig und biologisch abbaubar sind.

Die „Green School“ auf Bali, Indonesien,ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie umweltbewusstes Denken in jeden Aspekt des Schulalltags integriert werden kann. Sie vermittelt den Schülern die vielfältigen Aspekte des Umweltschutzes durch innovative Bauweisen mit Bambus, ein Aquaponik-Zentrum, Programme zur Einbindung der Gemeinschaft in das Ressourcenmanagement und vieles mehr.

Indem wir die Schüler mit grünen Werten, umweltfreundlichen Praktiken und Umweltbewusstsein für ihre eigenen Aktivitäten umgeben, können wir sie auf eine berufliche Laufbahn im Umweltbereich vorbereiten – und ihre Leidenschaft dafür wecken. Durch Bewusstseinsbildung, die Förderung individueller Eigeninitiative und den kontinuierlichen Kontakt mit den Möglichkeiten im Umweltbereich können Pädagogen den Weg für eine starke grüne Arbeitskraft der Zukunft ebnen.

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