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Wie sieht fundierte Evidenz im Bereich EdTech eigentlich aus? Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Veranstaltung „Empowering EdTech Innovators“ von Bett x BESA

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Wie sieht fundierte Evidenz im Bereich EdTech eigentlich aus? Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Veranstaltung „Empowering EdTech Innovators“ von Bett x BESA

Sitzungsleitung: Laurie Forcier, Vizepräsidentin für Strategie bei EDT&Partners.Expertenrunde: Kristen Weatherby, Bildungsforscherin und Beraterin bei Weatherby Education Studies. Kristy Evers, Leiterin für Partnerschaften bei ImpactEd Evaluation. Neelam Parmar, Leiterin für berufliche Weiterbildung bei der AISL Academy.

Jedes EdTech-Unternehmen behauptet, das Lernen zu verbessern. Doch wie können Schulen erkennen, welche Produkte wirklich etwas bewirken?

Diese Frage stand im Mittelpunkt einer der anregendsten Diskussionen während der Veranstaltung „Empowering EdTech Innovators“ von Bett und BESA, bei der es vor allem darum ging, warum die Zukunft der Bildungstechnologie nicht nur von Innovation, sondern auch von Vertrauen, Transparenz und fundierten Erkenntnissen abhängt.

Im Rahmen der Sitzung wurde die Arbeit des „EdTech Evidence Board“ des Bildungsministeriums beleuchtet, die vom Chartered College of Teaching durchgeführt wird. Das Gremium fungiert nicht als Akkreditierungsstelle, sondern hat zum Ziel, der Branche dabei zu helfen, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie aussagekräftige Erkenntnisse aussehen und wie sie eine bessere Entscheidungsfindung an Schulen und Hochschulen unterstützen können.

Da mehr digitale Tools als je zuvor auf den Markt kommen, sehen sich Pädagogen mit einer wachsenden Zahl von Versprechungen hinsichtlich Wirkung, Arbeitsentlastung und verbesserter Lernergebnisse konfrontiert. In der Diskussion wurde deutlich, wie fundiertere Belege Schulen dabei helfen können, fundiertere Kaufentscheidungen zu treffen, und gleichzeitig EdTech-Unternehmen klarere Möglichkeiten bieten, den Nutzen ihrer Produkte nachzuweisen.

Evidenz ist ein Weg, kein Ziel

Eines der wichtigsten Themen, das dabei zur Sprache kam, war, dass Evidenz nicht als etwas betrachtet werden sollte, das erst nach der Entwicklung eines Produkts gesammelt wird.

Stattdessen sollten Erkenntnisse Teil eines fortlaufenden Zyklus aus Produktentwicklung, Bewertung und Verbesserung werden. Das Verständnis des pädagogischen Problems, das Überprüfen von Annahmen, das Einholen von Feedback und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten wurden als wesentliche Bestandteile der Entwicklung effektiver Bildungstechnologie hervorgehoben.

Anstatt zu fragen, ob ein Produkt zu einem bestimmten Zeitpunkt funktioniert, regte die Diskussion die Entwickler dazu an, darüber nachzudenken, wie Erkenntnisse in jeder Phase der Produktentwicklung einfließen können.


Vertrauen schaffen durch Transparenz

Schulen sehen sich mit einer wachsenden Zahl technologischer Lösungen konfrontiert, von denen viele mit ehrgeizigen Versprechungen hinsichtlich ihrer Wirkung beworben werden. Die Podiumsdiskussion befasste sich damit, wie ein einheitlicher Evidenzrahmen Pädagogen dabei helfen könnte, hinter die Marketingbotschaften zu blicken und besser zu verstehen, wie Produkte bewertet wurden.

Aus dem Gespräch ging hervor, dass es bei fundierteren Belegen nicht nur darum geht, die Wirksamkeit eines Produkts nachzuweisen. Vielmehr geht es darum, den Schulen das Vertrauen zu geben, fundierte Entscheidungen auf der Grundlage klarer, transparenter Informationen zu treffen.

Eine gemeinsame Sprache schaffen

In der Diskussion wurde zudem deutlich, wie wichtig es ist, Pädagogen und Entwicklern einen gemeinsamen Rahmen für die Bewertung von Technologien an die Hand zu geben.

Anstatt sich ausschließlich auf Funktionen zu konzentrieren, wurden die Schulen dazu ermutigt, Fragen wie die folgenden zu berücksichtigen:

  • Welche pädagogische Herausforderung soll dieses Produkt lösen?

  • Für wen ist es gedacht?

  • Inwiefern wurde die Benutzerfreundlichkeit berücksichtigt?

  • Welche Belege belegen dessen Auswirkungen?

  • Inwiefern trägt es zur Barrierefreiheit, zum Kinderschutz und zu einem effektiven Unterricht bei?

Diese Bereiche wurden nicht als getrennte, sondern als miteinander verknüpfte Aspekte dargestellt, wobei anerkannt wurde, dass eine erfolgreiche EdTech-Lösung von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen pädagogischem Bedarf, Benutzererfahrung und messbaren Ergebnissen abhängt.

Unterstützung für eine bessere Entscheidungsfindung

Ein weiterer wichtiger Punkt, der angesprochen wurde, war die Frage, wie Schulen derzeit Technologie auswählen.

Fachliche Empfehlungen von Kollegen haben nach wie vor einen enormen Einfluss, und das zu Recht. Die Diskussion deutete jedoch darauf hin, dass fundiertere Evidenzrahmen diese Empfehlungen ergänzen können, indem sie mehr Klarheit darüber schaffen, warum ein Produkt wirkt und unter welchen Umständen es am wirksamsten ist.

Evidenz sollte das fachliche Urteilsvermögen nicht ersetzen, sondern vielmehr stärken.

Ein Blick in die Zukunft

Da künstliche Intelligenz und neue Technologien das Bildungswesen weiterhin grundlegend verändern, kam man in der Diskussion zu dem Schluss, dass Innovation allein nicht ausreichen wird.

Der langfristige Erfolg von EdTech wird davon abhängen, dass Produkte durch transparente Bewertung, kontinuierliche Verbesserung und das Bestreben, zu verstehen, was im realen Unterricht funktioniert, einen echten pädagogischen Mehrwert nachweisen können. Wenn es eine Botschaft gab, die während der gesamten Sitzung immer wieder zum Ausdruck kam, dann war es diese: Vertrauen entsteht durch Beweise, nicht durch Versprechungen. 

Die Bett UK bringt Pädagogen, Innovatoren, Investoren und politische Entscheidungsträger zusammen, um Ideen zu erörtern, die die Zukunft des Bildungswesens prägen. Wenn Sie sich an der Diskussion beteiligen und Ihre Lösungen präsentieren möchten, informieren Sie sich darüber, wie Ihr Unternehmen an der Bett UK 2027 teilnehmen kann

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