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Fünf Maßnahmen zur Bewältigung von Ängsten bei Schülern

Fünf Maßnahmen zur Bewältigung von Ängsten bei Schülern

Wenn ein Kind sagt: „Die Mathe-Hausaufgaben dieser Woche sind schwierig“, braucht es vielleicht etwas zusätzliche Unterstützung, aber es besteht wahrscheinlich kaum Grund zur Sorge.

Anders sieht es aus, wenn die Antwort lautet: „Die Mathe-Hausaufgaben sind immer unmöglich, ich schaffe das nie.“ Das ist Katastrophendenken – ein Warnsignal, das darauf hindeuten könnte, dass sich die alltäglichen Sorgen des Kindes zu einer Angststörung ausweiten.

Die Auswirkungen von Schulangst sind weitreichend. Sie können dazu führen, dass Kinder isoliert werden, ihr Selbstvertrauen untergraben wird und sie weder Freude an der Schule haben noch Fortschritte machen können.

Diese fünf Strategien können jedoch in der Schule eingesetzt werden, um die Lernergebnisse zu verbessern, indem sie Kindern helfen, Ängste besser zu verstehen und damit umzugehen.

1. Auslöser erkennen

Jede Situation kann Ängste auslösen, von der Trennung der Eltern über Mobbing bis hin zu schwierigen Schulaufgaben. Ermutigen Sie Kinder, darüber zu sprechen, was ihre Ängste auslöst, um ihnen dabei zu helfen, die Auslöser zu erkennen.

Sie könnten ein individuelles „Haus der Sorgen“ gestalten – eine Vorlage, auf der sie die Dinge aufschreiben oder aufmalen, die ihnen Angst machen. Dieser visuelle Ansatz kann es den Schülern erleichtern, ihre Ängste auszudrücken, und ist der erste Schritt zur Entwicklung wirksamer Bewältigungsstrategien.  

2. Die Schüler stärken

Mit ein wenig Unterstützung und Übung können die Schüler Bewältigungsstrategien entwickeln und so auf Ängste reagieren, wie es für sie am besten funktioniert.  

Aktivitäten wie Atemübungen oder ein Spaziergang an der frischen Luft können helfen, die Angstsymptome zu lindern. Auch körperliche Techniken wie das Zusammenkurbeln der Zehen sind wirksam, um Emotionen zu regulieren.

Manche Schüler sprechen auch gut auf Verankerungstechniken an, wie zum Beispiel „Fünf Sinne“, bei der sie die Eindrücke, Gefühle, Geräusche, Gerüche und Geschmäcker in ihrer Umgebung wahrnehmen.

3. Erwartungen festlegen

Geben Sie Kindern die Möglichkeit, eine beunruhigende Situation selbst in die Hand zu nehmen, indem Sie ihnen helfen, zu erkennen, was sie in den einzelnen Phasen erwartet.

Wenn sie beispielsweise wegen eines Schulausflugs nervös sind, gehen Sie mit ihnen den Ablauf durch und erklären Sie ihnen im Voraus genau, was sie mitbringen müssen. Es ist auch gut, sie auf unerwartete Änderungen vorzubereiten – zum Beispiel, wenn das Café geschlossen ist –, indem Sie ihnen helfen, einen Plan B zu entwickeln.

4. Fördern Sie Empathie

Manchmal können Ängste durch Schwierigkeiten innerhalb der Freundeskreise eines Kindes entstehen. Schulen können hier helfen, indem sie alle Kinder dazu anregen, darüber nachzudenken, wie sich ihr Verhalten auf andere auswirkt.

Fragen Sie eine Klasse: „Wie würdet ihr euch fühlen, wenn jemand sagen würde, ihr dürft beim Mittagessen nicht neben ihm sitzen, oder wenn ihr bei einem Spiel nicht mitmachen dürft?“ Das hilft den Schülern, sich in die Lage anderer zu versetzen. Auch Lehrer können ihr Einfühlungsvermögen zeigen, indem sie die Gefühle eines Kindes nicht herunterspielen. Vermeiden Sie daher Sätze wie „Das ist doch nicht das Ende der Welt“, wenn sich Klassenkameraden streiten.

5. Die Verbindungen zwischen Elternhaus und Schule stärken

Pflegen Sie enge Kontakte zu den Familien und ermutigen Sie die Eltern, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um ihrem Kind dabei zu helfen, seine Ängste zu überwinden. Der Aufbau von Beziehungen zu den Eltern auf schulweiter Ebene durch Workshops, Informationsabende und persönliche Treffen ist besonders wirksam bei der Bewältigung emotional bedingter Schulverweigerung und trägt dazu bei, dass das Kind wieder zur Schule geht.

Rachel Bostwick ist Senior-Beraterin für Partnerschaften und Unternehmensfragen an der Carnegie School of Education, die zur Leeds Beckett University gehört. Lesen Sie den Bericht„Wie man mit Ängsten bei Schülern umgeht“, um weitere Strategien zur Bewältigung dieses Problems in der Schule zu erfahren.

 

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