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25. März 2025

Online-Sicherheit das ganze Jahr über in den Schulalltag integrieren

Verfasst von Matt Jessop, Schulleiter der Crosthwaite C.E. Primary School
Online-Sicherheit das ganze Jahr über in den Schulalltag integrieren

Jedes Jahr im Februar erinnert der „Safer Internet Day“ die Schulen an die Bedeutung der digitalen Sicherheit – eine wichtige Mahnung für uns alle. Viele Schulen veranstalten Versammlungen, organisieren Aktivitäten im Unterricht und führen Diskussionen durch, um auf Online-Risiken und verantwortungsbewusstes Verhalten aufmerksam zu machen. Allerdings wird mir jedes Jahr stärker bewusst, dass diese jährliche Veranstaltung zwar das Bewusstsein schärft, Online-Sicherheit und Cybersicherheit jedoch kein Thema sein dürfen, über das man nur einmal im Jahr spricht. Stattdessen sollte es ein „alltägliches“ Thema sein, das durch ein tief verankertes Bewusstsein und entsprechende Maßnahmen geprägt ist.

In Grundschulen, in denen manche Kinder ihre ersten Schritte in der digitalen Welt machen, muss die Internetsicherheit fest in den Schulalltag integriert werden. Die Risiken – der Kontakt mit ungeeigneten Inhalten, Cybermobbing, Betrug und Falschinformationen – bestehen noch lange fort, nachdem etwaige Plakate bereits abgenommen wurden. Schulen müssen eine Kultur der kontinuierlichen Aufklärung über digitale Sicherheit etablieren, die durch solide Richtlinien, technische Lösungen und Mitarbeiterschulungen unterstützt wird.

Dies ist umso wichtiger, als fast alle Kinder außerhalb der Schule Zugang zu einem Gerät haben. Viele „besitzen“ (von den Eltern gekaufte) eigene Smartphones, Tablets, Computer oder Spielkonsolen – und oft sogar mehr als eines. Die elterliche Aufsicht variiert stark: Bei manchen Kindern überwachen die Eltern aktiv ihre Online-Aktivitäten, andere müssen sich allein in der digitalen Welt zurechtfinden. Dies kann durchaus daran liegen, dass die Eltern berufstätig sind, sich der Gefahren nicht bewusst sind oder einfach gleichgültig sind. Die Gesamtverantwortung liegt oft beim Bildungswesen. Schulen können nicht davon ausgehen, dass die Aufklärung über Online-Sicherheit zu Hause stattfindet – sie müssen die Führung übernehmen.

Der Informatiklehrplan in England ist veraltet – und zwar in bedauerlicher Weise. Länder wie Estland integrieren digitale Kompetenz und Eigenverantwortung bereits von klein auf. Unser System hinkt jedoch hinterher, was auf jahrzehntelanges Versagen der Regierung zurückzuführen ist. Unterdessen haben 70 % der Fünfjährigen im Vereinigten Königreich Zugang zu einem Smartphone, doch formale digitale Bildung fehlt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung praktisch gänzlich. Ohne strukturierte Anleitung wird von den Kindern erwartet, dass sie digitale Verantwortung durch Versuch und Irrtum erlernen. Dies ist ein riskanter Ansatz in einer zunehmend komplexen Online-Welt, die zudem in rasantem Tempo immer digitaler wird. Trotz alledem fehlt es vielen Schulen an der Infrastruktur, den finanziellen Mitteln und der Ausbildung, um eine wirksame Aufklärung zur Online-Sicherheit anzubieten. Die meisten verfügen nur über begrenzte Budgets für Cybersicherheitsmaßnahmen, die Fortbildung des Personals ist uneinheitlich, und manche Schulen haben immer noch Schwierigkeiten, grundlegende digitale Ressourcen bereitzustellen. Ohne erhebliche Investitionen laufen wir Gefahr, eine ganze Generation digitaler Lernender (oder eine weitere Generation?) im Stich zu lassen.

Schüler müssen die Fähigkeit zum kritischen Denken entwickeln, um mit Falschinformationen umzugehen, Online-Quellen zu bewerten und ihren digitalen Fußabdruck zu verstehen – all dies trägt dazu bei, ihre digitale Selbstbestimmung zu stärken. Diskussionen über Faktenprüfung, Datenschutzeinstellungen und Online-Verhalten sollten in den Lehrplan integriert werden und nicht nur im Informatikunterricht behandelt werden. Das bedeutet beispielsweise, das Thema Online-Sicherheit in Fächer wie Deutsch (Quellenbewertung) und Geschichte (Erkennen von Voreingenommenheit) einzubinden.

Kompetenzen im Bereich Cybersicherheit, wie das Erstellen sicherer Passwörter, das Erkennen von Betrugsversuchen und Phishing-E-Mails sowie der Umgang mit Datenschutz, müssen Teil des täglichen Lernens sein. Diese Lektionen sollten sich nicht nur auf die Schüler beschränken – auch das Personal benötigt Schulungen, um sicheres digitales Verhalten vorzuleben und die Schulsysteme zu schützen. Schulen können Ressourcen wie die Unterrichtsmaterialien von „BBC Teach Online Safety“ und zum „Safer Internet Day“nutzen und regelmäßige Schulungen durchführen, um das Personal über die neuesten Bedrohungen auf dem Laufenden zu halten. Dafür ist jedoch Zeit erforderlich – ein weiteres wesentliches Problem, das durch unseren veralteten, überladenen nationalen Lehrplan verursacht wird.

Zwar ist digitale Kompetenz unerlässlich, doch sind wirksame technische Sicherheitsvorkehrungen ebenso wichtig. Schulen müssen in Inhaltsfilter, Überwachungssysteme und Cybersicherheitstools investieren und diese regelmäßig überprüfen, um sie an neue Bedrohungen anzupassen. Dies erfordert spezielle Finanzmittel und Fachkenntnisse, die viele entweder nicht aufbringen können, deren Existenz ihnen nicht bewusst ist oder beides.

Ebenso wichtig ist, dass die Online-Sicherheit nicht allein den Schulen überlassen werden darf. Eltern und Erziehungsberechtigte benötigen kontinuierliche Beratung, Workshops und empfohlene Ressourcen, um ein sicheres Online-Verhalten zu Hause zu fördern. Schulen können (und viele tun dies auch) Elternabende zum Thema Online-Sicherheit veranstalten, bei denen praktische Tipps gegeben und Fragen beantwortet werden.

Um die tägliche Praxis zu verankern, müssen Schulleiter:

  • Überprüfung der Richtlinien zur Online-Sicherheit – Sind diese relevant, werden sie umgesetzt und von allen Beteiligten klar verstanden?
  • Kontinuierliche Aufklärung zum Thema digitale Sicherheit anbieten – über einmalige Versammlungen hinausgehen und Diskussionen zur Online-Sicherheit in den PSHE-Unterricht, den Informatikunterricht und den fächerübergreifenden Unterricht integrieren;
  • Investieren Sie in die Schulung Ihrer Mitarbeiter – Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter in der Lage sind, Online-Sicherheit zu vermitteln und vorzuleben, insbesondere wenn sie Software, Hardware und KI für eigene Zwecke nutzen und anpassen;
  • Nutzen Sie bewährte Ressourcen;
  • Eltern einbinden – Regelmäßig über den aktuellen Stand informieren, Workshops veranstalten und Strategien austauschen.

Ein ganzjähriges Engagement für digitale Sicherheit

Der „Safer Internet Day“ ist eine hervorragende Gelegenheit, Gespräche anzustoßen und das Bewusstsein zu schärfen, doch echte Wirkung entsteht erst durch nachhaltiges Handeln. Die weitreichenden – und erheblichen – systemischen Hindernisse, die Schulen im Weg stehen, dürfen nicht ignoriert werden. Ohne einen modernisierten Lehrplan, angemessene Finanzierung und eine finanziell abgesicherte Lehrerfortbildung wird von den Schulen erwartet, dass sie ein immer größer werdendes Problem mit veralteten Ressourcen bewältigen.

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