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23. August 2023

KI im Unterricht: Chancen und Herausforderungen der KI für Lehrkräfte

KI im Unterricht: Chancen und Herausforderungen der KI für Lehrkräfte

Wenn sich die Welt verändert, ist es wichtig, dass die neuen Generationen bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Daher ist es unerlässlich, dass das Bildungswesen mit dieser Entwicklung Schritt hält. 

 

Vor nicht allzu langer Zeit wurden Kreide und Tafel durch Filzstifte und Whiteboards abgelöst, woraufhin schon bald interaktive Stifte und Smartboards folgten. Stifte und Papier haben sich zu Laptops und Tablets gewandelt. Dann kam während der weltweiten Pandemie-Lockdowns die abrupte Kehrtwende hin zum Online-Unterricht. Nun wird der weltweite Markt für KI im Bildungsbereich laut einem aktuellen Bericht von MarketsandMarkets bis 2023 voraussichtlich einen Wert von 2,88 Milliarden Pfund erreichen. 

Pädagogen zeichnen sich vor allem durch ihre Anpassungsfähigkeit aus. Wer sich auf den Übergang zu einem KI-gestützten Unterricht vorbereitet, sollte die folgenden Chancen und Herausforderungen berücksichtigen, um sicherzustellen, dass er das Beste aus dieser Technologie herausholt.

 

Die Möglichkeiten

Lehrer sind überlastet. Eine US-Studie aus dem Jahr 2022ergab eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 54 Stunden – wobei weniger als die Hälfte dieser Zeit direkt für den Unterricht aufgewendet wurde. Und dieses Bild zeigt sich weltweit.

KI hat das Potenzial, dies zu ändern. Das wachsende Angebot an KI-basierten Unterrichtspaketen im Bereich EdTech bietet derzeit folgende Vorteile:

  • Schritt-für-Schritt-Nachhilfe, die sich am Lerntempo des Schülers orientiert
  • Sofortiges Feedback, das es den Schülern ermöglicht, Fehler sofort zu erkennen und ihre Arbeit im Rahmen des Lernprozesses zu korrigieren
  • Individuell angepasste Unterrichtspläneund Lernpfade, die auf die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Schülers zugeschnitten sind
  • Kontinuierliche KI-Beobachtung, die Lerngewohnheiten sowie den Grad der Aufmerksamkeit und des Engagements erfasst
  • Gamification – das Einbinden von Lerninhalten in unterhaltsame Online-Herausforderungen, die den Schülern helfen, motiviert zu bleiben und das Gelernte zu verinnerlichen
  • Das Management sich wiederholender Aufgabenverspricht eine automatisierte Benotung von Hausaufgaben oder KI-generierte, auf den Lehrplan abgestimmte Tests, wodurch den Lehrkräften mehr Zeit für kreative Unterrichtsvorbereitung und den Austausch mit den Schülern bleibt.

Es handelt sich hierbei um unterstützende, ergänzende Programme, die darauf ausgelegt sind, den Lehrkräften einen Großteil der Arbeit abzunehmen, anstatt sie zu ersetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie uneingeschränkt angenommen und als Durchbruch gefeiert werden. Und zwar aus vielen Gründen.

 

Die Herausforderungen

  • Die Kosten. Viele Schulen verfügen schlichtweg nicht über die Mittel für umfangreiche Investitionen in KI-gestütztes Lernen.
  • Die Qualifikationslücke. Die Zusammenarbeit mit KI wird von Pädagogen exponentielles Lernen und ein hohes Maß an kritischem Denken erfordern.
  • Zugang.Im Jahr 2023 sind 63 % der Weltbevölkerung mit dem Internet verbunden– was bedeutet, dass mehr als ein Drittel keinen Zugang hat. Viele Schüler werden nicht in der Lage sein, in vollem Umfang von KI-gestützter Bildung zu profitieren.
  • Kinderschutz und Datenschutz. Die Erhebung personenbezogener Daten, deren Auswertung und Weitergabe an Lehrkräfte und Familienangehörige wirft ganz neue Fragen hinsichtlich der Grenzen auf.
  • Voreingenommenheit. Die KI , die noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt bereits besorgniserregende Anzeichen von Voreingenommenheit. Es müssen konsequente Anstrengungen unternommen werden, um sie inklusiv zu gestalten – insbesondere in einer Lernumgebung, in der Vielfalt von entscheidender Bedeutung ist.
  • Plagiate. Schülerwerden ebenso wie Lehrer der Versuchung erliegen, sich die Arbeit zu erleichtern. KI-Prüfprogramme werden immer ausgefeilter, was Hoffnung auf eine vernünftige Lösung weckt.
  • Die Empathielücke. KI kann subtile Hinweise nicht intuitiv deuten. Schüler brauchen den menschlichen Kontakt.

Die britische Regierung führt derzeit eine Umfrage zum Thema KI im Bildungswesen durch, deren Ergebnisse zweifellos bald weitere Anhaltspunkte liefern werden.

Doch ganz gleich, ob für Sie die Vor- oder die Nachteile überwiegen: Die KI ist aus der Flasche und wird nicht mehr zurückkehren.

Die Möglichkeiten der KI zu nutzen und gleichzeitig Maßnahmen zum Schutz vor Missbrauch zu ergreifen, muss das Ziel jedes zukunftsorientierten Pädagogen sein.

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